Frohe Ostern aus Kenia

Zum Abschluß eines kleinen Urlaubes wünsche ich allen Lesern des Diani.de News Tickers frohe Ostern bzw. hoffe, daß alle ein paar ruhige Feiertage gehabt haben.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für all die vielen E-Mails, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. Alle Fragen kann ich hier nicht beantworten - aber JA - wir werden natürlich weitermachen. Auch in Zukunft werden wir aus und über Diani Beach berichten - ehrlich aber subjektiv - unparteiisch aber mit Liebe zu Kenia.

Es hat sich in den letzten Tagen wieder einiges berichtenswertes angesammelt, leider nicht nur positives ... aber das kommt in den nächsten Tagen.

Stay tuned - We are back


( M.Lange - 25.3.2008 )

__________________________________________________________________
 

Das war schon ein Schock

Gestern haben wir versucht einmal heraus zu bekommen wie die derzeitige Belegung der Hotels so aussieht. Es war nicht so leicht, da viele Hotels sehr ungern ihre Zahlen rausgeben.

Immerhin haben wir einige Anhaltspunkte sammeln können. Ganz offensichtlich waren am Montag dieser Woche im Baobab Beach Resort weniger als 50 Gäste. Im Neptune gerade mal 43 bei einer möglichen Kapazität von fast 800. Im Leisure Lodge immerhin über 90 und im Kaskazi ca. 75.

Aus dem Pinewood wurden sage und schreibe 5 Gäste gemeldet - ein echter Minusrekord.

Einer weniger Lichtblicke scheint das Karibuni Rafiki Beach Resort zu sein, von wo uns eine 75% Belegung gemeldet wurde, mit dem Hinweis ab Mitte März - ausgebucht.

Wir bleiben da mal weiter am Ball, denn immerhin stehen wir vor den Osterwochen, die ja immer viele Gäste nach Diani Beach gebracht haben und aktuell einige gute Last Minute Angebote warten.

( M.Lange - 12.3.2008 ) - in diesem Fall alle Zahlen ohne Gewähr

_______________________________________________________
 

Kenias Touristik Branche wird aktiv

Noch ist der Weg nicht klar erkennbar, aber die ersten Schritte werden gerade gemacht. Anläßlich der Internationalen Touristik Börse in Berlin zeigte sich eine Regierungsdelegation Kenias dem internationalen Fachpublikum. Angeführt vom Vizepräsidenten Kalonzo Musyoka warben Kenia Touristik Vertreter für eine neue Chance.

Musyoka betonte, daß die kenianische Regierung die Voraussetzungen für eine schnelle Erholung der Tourismusindustrie schaffen werde. Ein erster Schritt sei die Entscheidung des Kenya Wildlife Service (KWS), die für Juli 2008 geplante Erhöhung der Nationalparkgebühren vorerst auf Dezember 2008 zu verschieben. Weitere Anreize werden noch diskutiert und in den nächsten Tagen verabschiedet

Aus unserer Sicht ein guter, wenn auch erstmal ein kleiner Schritt. Es bleibt zu hoffen, daß die geplanten Aktionen und positiven Verbesserungen diesmal auch zielgerichtet auf den Europäischen bzw, Deutschen Markt zugeschnitten werden. In der Vergangenheit war dies ja leider nicht immer der Fall. Aber...

Es ist Zeit positiv zu denken !!!


( M.Lange - 10.3.2008 )

__________________________________________________________________
 

Kenia 2008 - Urlaub ohne Massentourismus

Wenn am Dienstag im Parlament die beiden notwendigen Gesetzesvorlagen verabschiedet werden, ist auch verfaßungstechnisch der Weg frei um den ausgehandelten Friedensvertrag in die Tat umzusetzen. Endlich - möchte man rausschreien - endlich wird wieder nach vorne gearbeitet. Aber so leicht wird es wohl nicht werden...

Der gut 8 wöchige Kenianische Weg - rein ins Chaos und wieder raus - haben schon schwere Blessuren hinterlassen. Hier in Diani Beach, wo praktisch alle direkt oder indirekt vom Tourismus leben kann man deutlich sehen, was uns in den nächsten Monaten erwarten wird.

Ich möchte es einmal positiv beschreiben. Alle Diani Beach Urlauber erwartet in 2008 ein super Urlaub ohne Massentourismus !!!!

Weil eigentlich ist hier alles beim alten - nur es sind kaum Touristen da. Alle Restaurants haben geöffnet, alle Geschäfte sind voll bestückt, der Strand ist nach wie vor traumhaft und selbst die Hauptstrasse ist wieder ohne Schlaglöcher befahrbar.

Aufgrund der bevorstehenden Regenzeit haben die meisten Geschäftsleute jetzt bereits mit Renovierungen begonnen oder mit kompletten Neubauten wie das neue Baharini Shopping Center. Es sieht so aus als ob sich Diani Beach richtig heraus putzt für die Zeit so ab Mitte Juni / Juli.

Tatsächlich ist die Hoffnung nicht ganz unberechtigt. Nach vielen Recherchen zeigt sich, daß bereits wieder Buchungen eingehen speziell für die zweite Jahreshälfte, wenn auch auf einem sehr niedrigen Level. So könnte sich - aus Urlauber Sicht - Diani Beach zu einem echten Geheimtip entwickeln für 2008. Urlaub am Indischen Ozean plus Safari und alles ganz ohne Massentourismus.

Es ist Zeit positiv zu denken !!!


( M.Lange - 8.3.2008 )

__________________________________________________________________
 

Diani Beach Shopping Center  - Up-Date

Die Ungewißheit wie es im Diani Beach Shopping Center weiter geht scheint in diesen Tagen zu Ende zu gehen. Wie wir erfahren haben, sind die Besitzer derzeit in Diani und beraten, welche der möglichen Optionen letztendlich umgesetzt werden sollen.

Zur Wahl stehen wohl der erneute Aufbau des Daches wie es vorher war, oder das Aufstocken des gesamten Shopping Center mit einer Büroetage.

Die Mieter zeigen sich etwas erleichtert, da die bevor stehende Regenzeit sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wid. Auf jeden fall ist jetzt Schnelligkeit gefragt, was ja in Kenia grundsätzlich nicht das einfachste ist.


( M.Lange - 4.3.2008 )

__________________________________________________________________
 

Das Baobab schließt und expandiert

Zuerst hatten wir die Info für ein Gerücht gehalten: Das Baobab wird Mitte März geschlossen damit ein neuer Hotelkomplex entstehen kann !!!

Nun haben wir die se News aber aus so vielen Seiten gehört, daß wohl doch ein Wahrheitsgehalt drin sein muß. Also soweit wir gehört haben soll im Bereich des heutigen Fußballplatzes ein neuer Hotelbereich entstehen, der vornehmlich für Englische Gäste reserviert werden wird.

Um die Belästigungen vom Baulärm zu verhindern soll die gesamte Anlage des Baobabs geschlossen werden, mit Ausnahme eines kleinen Teiles im großen Haupthaus.

Alle gebuchten Gäste werden umgebettet in das angrenzende KoleKole Hotel, daß zu diesem Zweck wieder eröffnet wird.

Unseren Recherchen nach wissen die Gäste, die in den nächsten Tagen anreisen noch gar nichts von diesen Änderungen, was nicht gerade die feine Englische Art ist - oder hier besser die feine Indische Art.

Aber vielleicht haben ja alle, die uns diese Info gegeben haben unrecht und das Baobab bleibt geöffnet - dann eben mit Baulärm. Wie sagen die Baobabler auf ihrer Webseite:

Baobab Beach Resort - eine Welt für sich


( M.Lange - 1.3.2008 )

__________________________________________________________________
 

Frieden in Kenia - mit oder ohne Fragezeichen ?!?

Fast genau 2 Monaten hat es gedauert bis die beiden politischen Hauptverantwortlichen Kibaki und Odinga bereit waren eine politische Lösung zu wollen und auch in eine praktische Lösung zu packen.

2 Monate oder 8 Wochen oder 60 Tage dauerte es bis die Vernunft gesiegt hat - das ist lange - das ist sehr lange.

So haben wir gestern Abend gefeiert. Gefeiert mit kenianischen Freunden und unserer Familie. Wir hatten in den letzten Wochen so viele Tage, wo es wirklich nichts gutes zu berichten gab, daß wir diesen Moment auch ein Stück weit genießen wollten...

Frieden in Kenia.

Die Frage ob dieser Frieden, dieser Vertrag auch wirklich Bestand hat und ob sich beide Seiten daran halten werden, diese Fragen werden sich stellen müssen - aber nicht heute !!!

Den Moment des Neuanfangs schon wieder mit kritischen Fragen und möglichen Negativ Szenarien zu überziehen, ist ein weltweiter Zeitgeist, dem wir uns heute nicht anschließen werden. Heute ist Zeit zum Durchatmen und Zeit klar zu erkennen, daß 38 Millionen Kenianer die Talsohle durchschritten haben.

Ab morgen werden wir wieder zur gewohnten kritischen Grundhaltung zurückfinden - aber erst ab morgen !! Wir hoffen, das unsere Leser ein kleines bißchen Verständnis für uns haben, wenn wir diesen Moment genießen...

Frieden in Kenia - für uns heute ohne Fragezeichen

( M.Lange - 28.2.2008 )

_______________________________________________________

 

Diani Beach Shopping Center am Ende ?

Man muß sich schon wundern, was da so passiert im einstigen Mittelpunkt des touristischen Treibens von Diani Beach. Besser gesagt - was sich NICHT tut.

Wie wir berichteten, hatte ein Großfeuer das gesamte Dach des Shopping-Centers Ende letzten Jahres zerstört. Aufgrund der der eingebauten festen Betondecke waren die dadrunter liegenden Shop nicht oder nur wenig in Mitleidenschaft gezogen worden.

So haben wir alle auf einen zügigen Wiederaufbau gehofft. Tja - bei der Hoffnung ist es geblieben. Es wurden zwar erste zaghafte Renovierungsarbeiten vorgenommen, aber noch immer besitzt das Shopping Center kein Dach. Die Shop Besitzer haben nach eigenen Aussagen auch noch keine Mitteilung bekommen wann es weiter geht und wie.

So steht zu befürchten, daß das Diani Shopping Center bald nicht mehr die Nummer 1 unter den Einkaufsmeilen von Diani sein wird, denn nur ca. 750 Meter weiter südlich eröffnet Ende dieses Monats ganz offiziell das wunderschöne und nagelneue Baharani Plaza - ein echter gewinn für uns alle hier.

Wir können nur hoffen, daß die Besitzer des Diani Shopping Center verstehen lernen, das man Touristen auch etwas bieten muß - eine Bauruine bietet jedenfalls nichts.

Sehr schade !!

( M.Lange - 25.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

Anniellos Pizzeria - eigentlich wie immer

Am Freitag dieser Woche sind wir Abends einmal die Diani Beach Road abgefahren, um zu checken wie die Lage an der Küste so ist, wenn die Sonne untergegangen ist.

Nunja - touristisches, munteres Treiben sieht anders aus. Es war schon sehr sehr ruhig überall - obwohl alle Restaurants und Diskotheken geöffnet hatten. Da kam es uns schon fast etwas überraschend vor, als wir bei Aniello eingekehrt sind, um den Abend bei einer seiner tollen Pizzen zu beenden.

Die News: Es war total voll besetzt !!!!

Was im ersten Augenblick wie eine Familienfeier aussah, entpuppte sich als Normalzustand. Wie Aniello berichtete hat er von Umsatzeinbruch gar nichts gemerkt. Ehr ganz im Gegenteil. Vielleicht liegt das nicht nur am ausgezeichneten Essen sondern auch an Aniellos positiver Einstellung. Es macht einfach Spaß in seinem Restaurant italienisch zu genießen.

Wie wir erfahren haben, investiert Aniello im Augenblick im neuen Shopping Center, dem Baharani Plaza, wo er eine Eisdiele und eine neue Pizzeria einbaut. Na das läßt doch hoffen.

Weiter so Aniello !!!


( M.Lange - 23.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

Licht am Ende des Tunnels ...

Dieser Satz ging in den letzten Stunden um die Welt. Kofi Annan zur aktuellen Verhandlungssituation: “ Er sehe Licht am Ende des Tunnels “

Tatsächlich sieht es so aus als ob es doch gelingen wird, die scheinbar unüberbrückbaren Gräben zu schließen, die Kibaki und Odinga aufgerissen hatten. Zu stark war der internationale Druck, dem die beiden ausgesetzt waren - zu stark auch Annans Hartnäckigkeit. Gerade Kibaki, der es scheinbar mit der Kohlschen Taktik des Aussitzens versuchen wollte, ist gescheitert und muß nun doch Teile seines Einflusses abgeben.

Es wird jetzt sicherlich noch einige Tage dauern bis alle Details geklärt sind, Posten vergeben und Verantwortungen bestimmt sind. In Diani Beach ist jetzt schon eine Erleichterung zu spüren, gerade bei den Kenianern. Die kennen ihre Politiker und wissen bzw. ahnen, daß dies der Durchbruch sein wird oder könnte.

Die Hardliner aus Kibakis Ecke werden uns sicherlich noch mit einigen Falschmeldungen versorgen in den nächsten Tagen und Tilo Thielke wird sicher auch noch einmal die Einigung als Anfang vom Ende hinstellen Wir jedenfalls vertrauen da doch ehr auf Kofi Annan wenn er sagt:

Ich sehe Licht am Ende des Tunnels “

( M.Lange - 21.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

In der Krise zahlt sich Qualität aus

Nach eigenen Recherchen befinden sich diese Woche ca. 800 Touristen in Diani Beach. Gut 5000 müßten es normaler Weise im Februar sein.

Aber was ist schon normal in diesen Tagen in Kenia. 800 Gäste, das sind gerade mal 15% - immerhin möchte man fast sagen. Es stellt sich die Frage ob 15% Belegungen überhaupt genug sind um eine ganze Küstenregion am Leben zu halten ?

Pauschal gesagt: Natürlich nicht !!!

Aber es gibt große Unterschiede in Diani Beach. Die gab es schon vorher und die setzen sich auch in Krisenzeiten fort. Genau jetzt zeigt sich wer ein gutes Produkt, einen guten Service, soziale Kompetenz und auch die nötige Ernsthaftigkeit besitzt um langfristig erfolgreich zu sein.

Während viele einfach ihre Geschäfte geschlossen haben, Hotelbereiche dichtgemacht wurden, Flüge gestrichen und Personal entlassen wurde - haben auf der anderen Seite einige investiert, Personal aufgebaut und ihren Service für die Gäste noch erhöht.

Wir starten ab heute eine kleine Serie, in der wir diese Firmen und Menschen einmal vorstellen wollen.

Diani Beach - Jetzt erst Recht !!


( M.Lange - 19.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

Kofi Annan in Diani Beach

Die beliebteste Urlaubsregion von Kenia hat am Wochenende hohen Besuch zu Gast. Der Verhandlungsführer der Friedensgespräche hat sich nicht nur ein paar Stunden der Erholung am Indischen Ozean gegönnt, sondern sich auch einen Eindruck über die derzeitige Lage verschafft.

Er zeigte sich nicht wirklich überrascht, daß Diani Beach keinerlei Unruheherde gehabt hatte, da ihm dies scheinbar sehr wohl bekannt war. Er zeigte sich sehr zuversichtlich in der kommenden Woche die Verhandlungen erfolgreich weiter zu bringen.

Aus sicherheitstechnischen Gründen können wir hier keine Details des Aufenthalts beschreiben. Denis Moser von DM-Tours, der Kofi seine Jeeps zur Verfügung gestellt hat zeigte sich beeindruckt: “ Eine echte Persönlichkeit - wir bräuchten mehr Politiker seines Schlages hier in Kenia “.

Kofi flog am späten Nachmittag wieder nach Nairobi, wp er heute gemeinsam mit Außenministerin der USA ein großes Meeting mit Odinga und Kibaki hat.

Kofi in Diani - es war uns eine Ehre !!


( 17.2.2008 - M.Lange )

__________________________________________________________________
 

Elefanten-Treffen am Montag

Wie Kofi Annan heute in einer Pressekonferenz am Freitag Nachmittag bekannt gab, haben die Friedensgespräche gute Fortschritte gemacht. Er sagte es sei eben menschlich, daß jetzt einige Angst haben den Schritt der Veränderung zu gehen.

Er ließ auch durchblicken, daß die angestrebte Lösung wohl in Richtung einer großen Koalition gehen könnte, was ein absolutes Novum für Kenia wäre, da Kenia eine Präsidialdemokratie sei und nicht eine Parteiendemokratie.

Wir denken Kofi Anann will am Montag “ den Sack zumachen “, da er für diesen Tag ein Meeting einberufen hat zwischen Odinga und Kibaki.

Ganz zufällig hat sich für Montag auch die Außenministerin der USA Condoleezza Rice in Kenia angesagt, die wie Kofi bestätigte, eine starke Nachricht an die zerstrittenen Partien habe.


( M.Lange - 15.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

Eröffnung vorschoben

Eigentlich sollte heute am Valentins Tag das neue Shopping Center feierlich eröffnet werden. Das Baharini Plaza liegt zwischen dem Diani Shopping Center und dem Shakatak und wird mit Sicherheit das größte und neueste Einkaufscenter von Diani Beach.

Leider wurde die große Feier abgesagt, da der neue große Supermarkt nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Angeblich soll es nun in ca. 1ner Woche so weit sein.

Schaun wir mal !!!


( M.Lange - 14.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

Auswärtiges Amt entschärft Kenia Hinweis

Das auswärtige Amt hat ihren Sicherheitshinweis für Kenia Urlauber nun deutlich entschärft. In der seit gestern gültigen Version wird vor Reisen nach Kenia NICHT mehr gewarnt. Hier der Text in Auszügen:

“ .... Das Auswärtige Amt rät aufgrund der andauernden Gefährdungslage von Reisen in das Rift Valley und die Provinzen Western und Nyanza nach wie vor ab.

Dringend abgeraten wird von Reisen in die Städte Eldoret, Kakamega, Kisumu, Nakuru und Naivasha.

Für den Rest des Landes wird bis auf weiteres zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten..... “


Damit hat die Deutsche Botschaft zum wiederholten Male und jetzt äußerst deutlich den anhaltenden Friedensprozeß gewürdigt. Allen voran unser Botschafter Walter Lindner hat mit seinem persönlichen Einsatz und Verantwortungsbewußtsein vielleicht als einer der wenigen die Lage bis heute wirklich gut eingeschätzt.

Eigentlich eine sehr gute News - nur mit welchem Fliegern soll man denn jetzt fliegen ??


( M.Lange - 13.2.2008 )

__________________________________________________________________
 

LTU und Condor - oder - Nokia läßt grüßen

Gestern war Hektik in Diani Beach !!! Was ist passiert ? Sind Touristen angekommen ? Sind etwa ganz viele Touristen angekommen ?

Leider nicht

Im Gegenteil - LTU und Condor haben Änderungen bekannt gegeben, die sicher noch weniger Urlauber nach Diani Beach bringen werden. Die beiden Airlines haben ihren Flugplan geändert. Einfach so - ohne Vorwarnung wurden mal eben die Flüge nach Kenia zusammen gestrichen und hunderte von Touristen bekamen gestern Anrufe von ihren Reisebüros, da ihre geplanten und gebuchten Flüge nun so nicht mehr fliegen werden.

Schon seit Jahren haben wir uns aufgeregt über die teilweise weit überzogenen Flugpreise der beiden Deutsche Charterairlines. Teilweise über 1000,- Euro pro Ticket ( Holzklasse ) für einen 8000Km Flug. Viele hier haben gesagt, das dies fast schon eine Touristenbremse war. Immer wieder wurden Stimmen laut , die gesagt hatten - ihr werdet sehen wenn’s mal wieder kritisch wird sind das die ersten die Kenia fallen lassen.

Nun ja - so langsam gehen einem die Gegenargumente aus

Fast schon im Stil von Nokia wurden am grünen Tisch mal eben mitten in der Vor-Ostern Zeit die Maschinen zusammen gestrichen. Da kann man ja nicht warten bis die Saison Anfang Mai eh zu Ende ist. Nein !! Mitten rein in die Wunde - mitten rein in das langsam wieder aufkeimende Urlaubsinteresse der Deutschen Urlauber an Kenia.

Tja - und so werden dann wohl die Preise wieder steigen, da die letzten übrig gebliebenen Urlaubsflieger wohl recht voll sein werden. Gut gemacht - Gewinnmaximierung á la Nokia.

Genug ist eben nicht genug.

So werden wir wohl nicht drum rum kommen unseren Kenianischen Freunden hier berichten zu müssen, daß unternehmerische soziale Kompetenz scheinbar nur im deutschen Mittelstand beheimatet ist und nicht mehr in deutschen Großunternehmen. Lassen wir vielleicht doch die Airlines sprechen:

CONDOR - Wir lieben Fliegen

Stimmt - von Menschen steht da nichts

( M.Lange - 11.2.2008)

___________________________________________________________________
 

Flugpreise auf historischen Tief

Da müssen wir schon lange zurück denken, wann wir das letzte Mal solche Tiefstpreise bei Tickets nach Kenia gesehen haben.

Zwischen 350,- und 500,- Euro ist die Preismarke, die derzeit ganz leicht zu erzielen ist und das aus fast allen Deutschen Flughäfen. Auch wenn in den letzten 5 Tagen wieder sehr viel mehr Touristen nach Diani Beach gekommen sind, werden diese Preise sicher noch bis Mitte des Jahres bestand haben.

Auf unserer Diani.de Seite “ Nur - Flug “ können die aktuellen Flüge recherchiert und wer mag - auch gleich gebucht werden.

(M.Lange - 9.2.2008)

__________________________________________________________________
 

Die Lösung wird greifbarer

Es herrscht in Diani Beach eine Stimmung zwischen Niedergeschlagenheit und Erleichterung. Als wir gestern erfahren haben, daß die Verhandlungen in Nairobi scheinbar einen großen Schritt vorwärts gekommen sind - da war kurzfristig sogar so etwas wie Freude auf den vielen Gesichtern zu sehen.

“ Wir haben Frieden “ konnte man hören oder “ Danke Kofi Annan “ .

Aber haben wir schon Frieden in Kenia ? Noch nicht - aber es sieht wirklich gut aus. Ganz allmählich wird klar warum Kofi Annan früher einmal UN General Sekretär gewesen ist. Er hat seine Hausaufgaben gemacht. Langsam, geduldig, beharrlich und genau wissend wie die Mentalitäten an seinem Verhandlungstisch zusammen gesetzt sind.

Er hat es laut gesagt - so laut daß es alle gehört haben: “ Mr. Kibaki and Mr. Odinga ... die Zukunft dieses Landes liegt ausschließlich in ihren Händen, Sie beide sind verantwortlich - Sie müssen die Lösung schaffen “

Das haben irgendwie hier alle verstanden und schauen seit dem genau auf die beiden politischen Führer, und die beiden spüren dies. Sie merken, daß das ganze Land ausschließlich auf sie schaut.

Kofi Annan ist hier in Kenia mit der Rückendeckung fast der gesamten Welt, um einen Frieden zu ermöglichen. Wie groß und wie intelligent diese Rückendeckung vorbereitet wurde zeigt eine kleine Meldung, die fast untergegangen ist - ABER hier in Kenia unglaublich wichtig war.

So meldeten die USA, England und Kanada sowie einige andere Staaten, daß jeder, der absichtlich die Friedensgespräche sabotiert NIE wieder ein Einreisevisum bekommen wird inklusive ihrer Familien.

Somit sind die möglichen “ Fluchtmöglichkeiten “ auf ein Minimum reduziert. Betrügen, sabotieren und dann mal eben Auswandern - das wird wohl nicht so leicht werden.

Weiter so Kofi !!

(8.2.2008 - M.Lange)

_______________________________________________________

 

An Thilo Thielke von Spiegel Online

Sehr geehrter  Herr Thielke,

mit Respekt und Hochachtung vor ihrem Journalistischem Lebenswerk verfolgen wir ihre regelmäßigen Berichte aus Kenia.

Als Kriegsberichterstatter aus Krisengebieten haben sie ganz offensichtlich gelernt, das sich Artikel nur nach dem alten Journalistischen Prinzip verkaufen lassen: “ Only Bad News are good News “

In diesem Sinne berichten sie nun seit Wochen aus unserer neuen Wahlheimat Kenia - und das - in einer unerträglichen Art und Weise - jedenfalls aus unserer Sicht.

Überschriften wie “ Kenia ertrinkt im Blut “ zeichnen ihre Artikel aus. Vergleiche mit Ruanda scheuen sie auch nicht. Sie haben es geschafft, daß die Mehrheit ihrer Leser die Kenianer nur noch als Macheten schwingende, mordende Stammesbande wahrnimmt.

Bitte verstehen sie uns nicht falsch. Die Meinungsfreiheit der Presse ist für uns eines der wichtigsten Güter einer Demokratie, so das wir jeden ihrer Artikel in vollen Umfang auch tolerieren.

Nur - wenn der jetzt laufende Friedensprozeß erfolgreich sein sollte - werden sie sich fragen lassen müssen welche Spätfolgen ihre Artikel angerichtet haben. Bestimmt hundert Tausende von fleißig und friedlich arbeitenden Kenianern haben bereits ihre Jobs verloren und viele tausende werden folgen. Gerade im Touristikbereich, dem vielleicht größter Arbeitgeber von Kenia.

Ihre , auf Quote ausgerichtete einseitige und un-differenzierte  Berichterstattung, hat ihren Teil zum derzeitigen und zukünftigen Kollaps dieser Branche beigetragen. Wie gesagt, das ist ihr gutes journalistisches Recht.

Eigentlich wollten wir Sie in diesem Brief fragen, ob Sie nicht Interesse haben mit uns am baldigen Wiederaufbau dieses Landes und des Wirtschaft zu helfen. Ganz sicher würden ihre Berichte helfen den Millionen von friedliebenden Kenianer wieder eine Zukunft zu geben.

Wie gesagt eigentlich wollten wir das.... aber wir denken Sie sind dann ja gar nicht mehr da. Sie sind dann bestimmt schon in einem anderen Land, wo es wieder neue Quoten-Berichte zu machen gibt....

35 Millionen Kenianer und wir Deutsche sagen : Danke

(M.Lange - 7.2.2008)

_______________________________________________________

 

Jetzt geht es drum

Seit Mittwoch steht der vielleicht schwierigste Punkt auf der Agenda des Kofi Annan Friedensplans. Es geht um die Lösung des Wahlausgangs vom 27.12.2007.

Beide Seiten haben aus ihrer Sicht starke Argumente. Kibaki möchte erreichen, das die Wahl ggf. vor den Kenianischen Gerichten überprüft wird. Odinga möchte eine Übergangsregierung, in der er selber natürlich mindestens Vizepräsident werden soll.

In den nächsten Tagen wird sich viel entscheiden und irgendwie ist ganz Kenia gespannt und wartet auf die Ergebnisse der Verhandlungen in Nairobi.

Was immer wir in den nächsten Tagen so lesen werden - wer wem etwas vorwirft - wer was wie machen will - vielleicht auch den zeitweiligen Abbruch der Gespräche - sollte immer daran denken wir sind hier in Kenia - und da gehört “ Klappern zum politischen Geschäft “ , und Rückzug von eigenen Positionen dauern lange - manchmal sehr lange.

( 6.2.2008)
 

Manchmal staunt man einfach nur

Da haben wir hier Diani Beach fast 3 Jahre lang ständig auf die Straßenbau Behörden eingewirkt, die teilweise chaotischen Straßenverhältnisse zu verbessern bzw. einfach einmal die riesen Schlaglöcher auszubessern - und was passierte - NICHTS !!!!

Jetzt seit Mitte Januar wird die Straße gemacht und das nicht mal schlecht. Man kann schon fast von einer professionellen Baumaßnahme sprechen.

Warum erst jetzt ? Warum gerade jetzt ?

Eigentlich auch egal, denn in den meisten Fällen kommt es in Kenia und auch in Diani Beach immer anders als man denkt. In diesem Fall absolut wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

(5.2.2008)
 

Pressefreiheit kehrt zurück

Kofi Annan arbeitet seinen Friedensfahrplan kontinuierlich ab. Wie heute bekannt wurde hat das Friedensgremium beschlossen die Live Berichterstattung der Kenianischen Fernsehsender wieder zu genehmigen. Diese war am Abend des 28.12.2007 verboten worden.

Wieder ein großer Schritt - wie wir finden !!

Weiterhin hat man sich auf ein Packet von Sofort-Maßnahmen geeinigt, die hauptsächlich den Opfern und Vertriebenen der letzten Wochen gelten sollen.

Aus ganz Kenia wird berichtet, daß die teilweise noch geschlossenen Schulen in dieser Woche ihren Schulbetrieb wieder aufnehmen.

(4.2.2008)
 

RTL war unerwünscht

Viele haben sicherlich den Beitrag von RTL Explosiv gesehen über und aus Diani Beach. Das war für die RTL Mannschaft ein schweres Stück arbeit !!

Händeringend haben die RTL´er versucht Interviewpartner zu finden aber fast alle Deutsche in Diani haben wütend abgelehnt. Die deutsche Gemeinschaft hatte nicht vergessen wie RTL in den letzten Wochen berichtet hatte. Tendenziös und ausschließlich auf Quote orientiert wurden teilweise Fakten vertauscht und einseitig dargestellt.

So konnte das RTL Team keinen Geschäftsmann in Diani vor die Kamera bekommen und konnte letztendlich nur ein Deutschen Pärchen finden, die bereit waren zum Interview.

Das Ergebnis, das RTL dann gesendet hat war wieder mal entsprechend. Im Beitrag über Diani Beach wurden immer wieder Bilder gezeigt aus den Unruhe Gebiete im Westen des Landes, damit der Zuschauer wieder mal gezielt einen falschen Eindruck bekommt.

RTL - Nein Danke

(3.2.2008)

Kofi Annan präsentiert Friedensplan

Gestern Abend präsentierte ein etwas erschöpfter aber zufriedener Kofi Annan die Agenda zum Frieden für Kenia.

Es ist ihm gelungen sowohl Kibaki als auch Odinga zum Frieden zu verpflichten. Fast 2 Wochen hat er gebraucht um nicht nur die politischen Führer zum einlenken zu bewegen, sondern auch die dahinter stehenden politischen Netzwerke und Interessengruppen.

Was er vorlegt ist kein unterschriebenes Friedensabkommen. Aber eine festgeschriebene Agenda, die festlegen soll was wann von wem entschieden werden muß - immer unter der Verhandlungsleitung der internationalen Vermittler.

Aus unserer Sicht haben wir gestern Abend zwar noch keinen Friedensvertrag bekommen aber einen gewaltigen Schritt dahin. Dieser Schritt macht Mut und Hoffnung.
 

Die Preise steigen

Nun ist also die Zeit angebrochen, wo einheimische Firmen deutlich merken, daß ihr Absatz an Produkten in den letzten 4 Wochen seit den Wahlen teilweise sehr stark gesunken ist.

Ist das nicht die Zeit der Sonderangebote und Schnäppchen ??

Nicht in Diani Beach. Gerade die Grundnahrungsmittel wie Mehl, Ugali, Zucker, Öl und Milch sind stark im Preis gestiegen. Gerade seit heute kostet 1 Liter Milch ca. 15 % mehr als noch letzte Woche.

Das paßt natürlich spitze in eine Zeit wo schätzungsweise rund 1.500 Hotelangestellte temporär in Urlaub geschickt worden sind.